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Drei Immo-Start-ups für Förderung ausgewählt

ImmobilienScout24 hat zum vierten Mal Start-up-Unternehmen für sein Förderprogramm You is now ausgewählt: Eine Bauprojekt-Datenbank, eine digitale Hausverwaltung und eine Zweitschlüssel-App überzeugten die Jury.

Sonja Smalian
15. May 2015

Aus rund 80 Bewerbungen hat ImmobilienScout24 die drei Start-up-Unternehmen für sein Förderprogramm You is now ausgewählt. 2010 ins Leben gerufen, geht das Programm nun in die vierte Förderrunde. Das Rennen machte u.a. die globale Online-Datenbank für neue Bauprojekte – Building Radar (www.buildingradar.com). Ihr Angebot dürfte besonders für Unternehmen von Interesse sein, die Dienstleistungen rund um den Neubau oder die Instandhaltung von Gebäuden anbieten. Die Datenrecherche für das Übersichtsportal mit mehr als 500.000 Gebäuden erfolgt über satellitengestützte Such-Algorithmen, Machine Learning und Data Mining.

An Immobilienverwalter und Wohnungsunternehmen richtet sich die Kundenportallösung Casavi (www.casavi.de). Das Portal soll eine effizientere Kommunikation mit Wohnungseigentümern, Mietern und Dienstleistern ermöglichen. Mitteilungen, Termine und Dokumente können darüber geteilt sowie Dienstleistungen angeboten werden.

Zweitschlüssel für Wohnräume können mit der App MyKeys24 (www.mykeys24.com) auf Basis von Handyfotos bestellt werden. Eine digitale Sicherheitskopie des physischen Schlüssels wird mit der App erstellt. Die Kopie dient bei Verlust des Originals dann als Vorlage für den Nachschlüssel.

Die drei jungen Unternehmen werden nun drei Monate lang von ImmobilienScout24 und dem Founder Institute dabei unterstützt, ihre Geschäftsideen weiterzuentwickeln. Dafür werden sie mit Mentoren zusammengebracht und erhalten 15.000 Euro Fördergeld. Am Ende der Förderphase präsentieren sich die Start-up-Unternehmen mit ihrem Geschäftsmodell Investoren aus dem In- und Ausland.

Deutschland ist im weltweiten Vergleich kein Gründerland, wie der Global Entrepreneurship Monitor von 2014 zeigt. Was die Gründungsaktivitäten der Gesamtbevölkerung angeht, liegt Deutschland nur auf Rang 27 von insgesamt 29 innovationsgetriebenen Ländern. Dabei wird der Anteil an Gründern im Alter von 18 bis 64 Jahren gemessen, deren Unternehmen seit maximal 42 Monaten existieren. Die höchsten Gründungsaktivitäten gibt es demnach in Katar, Trinidad und Tobago sowie den Vereinigten Staaten.

Dennoch ist die Selbstständigkeit eine Option für junge Immobilienstudenten: 5% der rund 446 Teilnehmer an der Umfrage zur IZ-Joboffensive 2014 würden gern selbstständig tätig sein. Damit entsprechen sie genau dem Durchschnitt der deutschen Bevölkerung – denn der liegt bei 5,3%.

Wer das Angestelltendasein bevorzugt, für den könnten Start-up-Unternehmen dennoch interessant sein: Denn 2013 schafften Neugründungen 203.000 Vollzeitarbeitsplätze für Angestellte, heißt es im KfW-Gründungsmonitor 2014. Start-up-Unternehmen, die nicht älter als zehn Jahre sind, beschäftigen durchschnittlich sogar 14,5 Mitarbeiter – ohne die Gründer mitzuzählen, wie der Deutsche Start-up-Monitor 2014 des Bundesverbands Deutsche Startups dokumentiert hat. Und 82% der teilnehmenden Gründer planten weitere Einstellungen.

Für wen sich Gründen in der Immobilienbranche lohnt, können die Teilnehmer des IZ-Karriereforums drei Gründer fragen: Projektentwickler Tilman Gartmeier (student cube), Makler Sven Gruber (Immoraum) sowie Projektentwickler und Investor Markus Wiedenmann (Art-Invest) geben Tipps und beantworten die Frage, welche Fähigkeiten ein erfolgreicher Unternehmer braucht.

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Aufgewachsen ist Florian Bauer im oberbergischen Waldbröl und Reichshof. Seinen Karrierestart hatte der inzwischen 36-Jährige bei der Sparkasse Gummersbach-Bergneustadt. Mittlerweile lebt der zweifache Familienvater in Köln und auf Mallorca. Von dort aus leitet der ausgebildete Bankkaufmann, Versicherungsfachmann und Immobilienökonom mit der Bauer Immobilien Unternehmensgruppe seine eigene Firma. Außerhalb des Büroalltags und fernab vom Schreibtisch trifft man ihn nicht selten auf der Rennbahn. Er ist sich sicher, wenn er den Weg in die Immobilienbranche nicht gefunden hätte, wäre er Motorsportler geworden.