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15 Mentoren wollen Wissen weitergeben

Nachwuchsangebot. Zum dritten Mal organisieren Nachwuchsmitglieder des Verbands Urban Land Institute (ULI) ein Mentorenprogramm. Es soll den Austausch mit erfahrenen Branchenakteuren auf Vertrauensbasis ermöglichen. Die Suche nach jungen Talenten, die sich auf diese Weise vernetzen wollen, ist nun gestartet.

Janina Stadel
12. February 2026
Beim großen Kick-off-Treffen 2024 kamen Mentoren und Mentees zum ersten Mal zusammen.
Quelle: Urban Land Institute

Mit einem einjährigen Mentorenprogramm will der Berufsverband Urban Land Institute (ULI) Nachwuchskräfte mit erfahrenen Profis aus der Berufswelt zusammenbringen. 15 Branchenprofis haben sich für die dritte Runde des von der verbandseigenen Nachwuchsgruppe Young Leaders organisierten Angebots als Mentoren zur Verfügung gestellt. Eine von ihnen ist Annette Kröger, CEO Europe bei Pimco Prime Real Estate. Für sie ist es schon das dritte Mal, dass sie zwei Young Professionals begleiten wird. „Ich finde es spannend, welche Themen die Mentees interessieren“, sagt sie. Mit ihren bisherigen Schützlingen habe sie sich neben fachlichen Themen auch schon zu möglichen Karriereschritten und der Familienplanung neben dem Beruf ausgetauscht.

Erfahrungsberichte in beide Richtungen

„Umgekehrt interessiert mich von den jungen Leuten, wie sie mit Themen umgehen, die noch keinen Einzug ins Berufsleben gefunden hatten, als ich in ihrem Alter war“, sagt sie und nennt KI-Nutzungen und den Umgang mit Social Media als Beispiele.

Was sie bei den Treffen mit ihren Mentees bespricht und in welchem Rahmen sie stattfinden, sei unterschiedlich und nicht festgelegt. Einzige Vorgabe vom Verband sind mindestens vier persönliche Treffen. „Als ich in der ersten Runde 2024 auf meine ersten Mentees getroffen bin, war das im Rahmen des Kick-off-Termins. Es gab zunächst einen kurzen informellen Austausch“, erinnert sie sich. Ab dann haben sie ihre Schützlinge bestimmen lassen, welche Themen auf den Tisch kommen und wie die Treffen online und vor Ort gestaltet werden.

Teil ihres ersten Mentee-Tandems war Malte Leschewitz, der inzwischen als Senior Associate für Hines tätig ist. Er wollte über das Programm vor allem einen Ansprechpartner finden, mit dem er sich in vertraulichem Rahmen zu Themen aus der Berufswelt austauschen kann, über die er nicht mit direkten Kollegen sprechen wollte. Im Gegensatz zu unternehmensinternen Mentoring-Programmen sah er die Chance, „von der Erfahrung und den Fähigkeiten firmenexterner Führungspersonen lernen zu können. So lassen sich sowohl für die persönliche Entwicklung als auch den Berufsalltag neue Perspektiven und Ansätze ableiten.“

Langfristige Vernetzung ist Ziel des Programms

Mit seiner damaligen Mentorin steht er bis heute in Kontakt, über die Verbandsarbeit, aber er wisse er auch, dass er jederzeit mit Fragen auf sie zukommen kann. Die langfristige Vernetzung sei nämlich ebenfalls angedacht. „Zum einen, um bei Nachwuchskräften früh ein Netzwerk innerhalb der Branche aufzubauen, zum anderen aber auch, um den Austausch innerhalb des ULI zu stärken“, erklärt Kröger.

„Ziel des Programms ist es, bereits bei jungen Talenten das Bewusstsein für die nachhaltige Gestaltung urbaner Räume zu wecken und sie zu stärken, gesellschaftliche Verantwortung in ihrem beruflichen Handeln zu berücksichtigen“, erklärt Sabine Georgi, Geschäftsführerin des ULI in Deutschland, Österreich und der Schweiz. „Darüber hinaus möchten wir ein integratives, fächerübergreifendes Mindset bei allen Teilnehmenden fördern. Durch diese neue Denkweise sollen innovative Projekte entstehen.“ Nicht zuletzt, betont Leschewitz, der den Young Leader Chair Germany beim ULI seit 2025 besetzt, sollen über das Angebot neue Verbandsmitglieder angelockt werden.

Um zu gewährleisten, dass jeder Mentor genug Zeit hat, sich richtig auf das Programm einzulassen und gleichzeitig eine Gruppe von Nachwuchskräften für die Vernetzung untereinander zusammenzubringen, werden für jeden Mentor genau zwei Nachwuchskräfte pro Jahr ausgesucht. Wen die Organisatoren für sie wählen, bleibt für die Mentoren eine Überraschung. Die Mentees hingegen können bei ihrer Bewerbung einen Wunsch abgeben und begründen, warum sie sich eine Vernetzung mit einer bestimmten Person wünschen. Zudem müssen ein Lebenslauf und ein Motivationsschreiben eingereicht werden. Für das diesjährige Programm, das im April startet, steht das Bewerbungsportal online noch bis zum 22. Februar für Mitglieder und Neumitglieder offen.

Eine Liste mit allen 15 Mentoren gibt es online im Bewerbungsportal.

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