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Christoph Härle

Christoph Härle verbrachte seine Kindheit an den nördlichen und südlichen Enden Deutschlands – in Freiburg und Kiel. Nach einer Ausbildung als Hotelkaufmann machte er zunächst an der University of Surrey in England einen Bachelor in Hotel & Catering Management und sattelte dann noch das Studium Advanced Hotel Financing an der Cornell University in den USA drauf. Nachdem er zunächst als Night & Duty Manager im Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg gearbeitet hatte, stieg er nach seinem Studium in England bei Jones Lang Wootton Hotels in London ein. Zunächst im Bewertungs- und Beratungsbereich tätig, wurde er dann Vice President Investment. 1997 eröffnete er das erste Deutschlandbüro von Jones Lang LaSalle Hotels in Frankfurt am Main. 2000/01 wechselte er für 15 Monate von Frankfurt in das New Yorker Büro des Unternehmens als Senior Vice President Investment & Advisory. Heute steht sein Schreibtisch in München und er ist Managing Director der Global Hotel Capital Group, die Anfang 2008 von Jones Lang La-Salle Hotels gegründet wurde und international aufgestellten Investoren weltweite Investments präsentiert. Härle ist Mitglied im Real Estate Club e.V. und im Hotel Management Institute, London. In seiner Freizeit stehen bei dem 42-Jährigen Skilaufen, Kochen, Joggen und seit neuestem Familie auf der Agenda. Er ist verheiratet und Vater einer vier Monate alten Tochter.

IZ
25. June 2009

Wo wohnen Sie zurzeit?

Seit 2006 in einer Eigentumswohnung in München-Schwabing.

Bitte beschreiben Sie Ihre Wohnung mit ein paar Sätzen.

Lichtdurchflutete 130 m2 am Englischen Garten.

Wie und wo möchten Sie im Alter gerne wohnen?

Im Winter auf einer gut angebundenen Skihütte, solange ich noch fit bin, im Sommer/Herbst in Griechenland – jeweils mit Familie und Freunden.

Wie haben Sie den Weg in die Immobilienbranche gefunden?

Durch eine Präsentation erfuhr ich von einer offenen Stelle im Hotelteam von Jones Lang Wootton, das damals ganze fünf Personen für Europa umfasste. Obwohl ich auch nach dem Studium in England noch überzeugter Hotelier war, dachte ich, man könnte sich diese Seite des Geschäfts für ein, zwei Jahre „mal ansehen“. Das war im Herbst 1994 …

Was braucht man, um es in Ihrem Job zu etwas zu bringen?

Im Investmentbereich: einen siebten Sinn für Deals und „Wadenbeißermentalität“. Im Beratungs-/Bewertungsbereich: analytisches Denken. Generell: Leidenschaft für Hotels und Integrität, Professionalität und Kundenfokus.

Was stört Sie in der Immobilienbranche am meisten?

Leider wird in Deutschland Dienstleistung und das Verhältnis Kunde-Dienstleister nicht immer so professionell gelebt wie z.B. in den USA oder England. Außerdem fällt es mir schwer, die Haltung „das können doch alle“ bei (Hotel-)Immobilien, die spezifisches Wissen verlangen, nachzuvollziehen. Und natürlich, dass noch zu wenige Investoren Hotels als „salonfähig“ ansehen.

Haben Sie eine Lieblingsimmobilie?

Das ehemalige Ofra Hotel Mallorca, jetzt Lindner Mallorca, bei dessen Verkauf ich meine Frau, die damalige Hoteldirektorin, kennen gelernt habe.

Was bringt Sie privat auf die Palme? Und was beruflich?

Beruflich: Unzuverlässigkeit, Fordern ohne Gegenleistung und dass Dienstleistung nichts kosten darf. Privat: Kleingeistigkeit und Geiz.

Für welches private Vergnügen haben Sie zuwenig Zeit?

Golfen zu lernen. Es soll ja toll sein, wenn man mal angefangen hat.

In welcher Lokalität kann man Sie häufiger antreffen?

Im Biergarten „Seehaus“ oder „Aumeister“ und im Sushi Cent, meiner Meinung nach Münchens bestes Sushi-Restaurant.

Und mit welcher noch lebenden Persönlichkeit würden Sie dort gerne einmal einen Abend verbringen?

Loriot – um bei einem Teller Nudeln das Jodeldiplom zu erlangen.

Gibt es etwas im Ausland, was Sie in Deutschland vermissen?

Manchmal fehlt mir im aufgeräumten und strukturierten München das Quirlige, Intensive und auch Innovative, wie ich es in London und New York erlebt habe.

Sie haben 100.000 Euro zur freien Verfügung und müssen das Geld komplett ausgeben – welchen Traum erfüllen Sie sich?

Eine Gruppe Freunde zwei Wochen zum Heli-Skiing nach Kanada mit unbegrenzten Höhenmetern einladen.

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Aufgewachsen ist Florian Bauer im oberbergischen Waldbröl und Reichshof. Seinen Karrierestart hatte der inzwischen 36-Jährige bei der Sparkasse Gummersbach-Bergneustadt. Mittlerweile lebt der zweifache Familienvater in Köln und auf Mallorca. Von dort aus leitet der ausgebildete Bankkaufmann, Versicherungsfachmann und Immobilienökonom mit der Bauer Immobilien Unternehmensgruppe seine eigene Firma. Außerhalb des Büroalltags und fernab vom Schreibtisch trifft man ihn nicht selten auf der Rennbahn. Er ist sich sicher, wenn er den Weg in die Immobilienbranche nicht gefunden hätte, wäre er Motorsportler geworden.