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Commerz Real bald ohne Fonds?

Die Anfang Mai angekündigte Neuausrichtung des Geschäfts der Commerzbank wirkt sich massiv auf die Immobilientochter Commerz Real aus. Sie verlegt sich künftig mehr auf Leasingverträge und mischt ihre Unternehmensspitze auf.

Bernhard Bomke
10. September 2009

So verlässt Vorstandschef Hubert Spechtenhauser, 46, das Unternehmen zum 31. Oktober 2009, und Ende des Jahres wird auch Vorstand Eberhard Graf, 60, die Commerz Real verlassen. Spechtenhausers Nachfolger wird Michael Bücker, 47, der bereits zum 1. Oktober 2009 antritt. Einen Nachfolger für Graf gibt es noch nicht. Bücker ist seit 2005 als Gebietsfilialleiter für das Münchner Firmenkundengeschäft der Commerzbank verantwortlich und soll, wie es heißt, „die Commerz Real noch enger mit dem Mittelstandsgeschäft verzahnen“.

Offenkundig soll sich die Immobilientochter der Bank verstärkt auf das Leasinggeschäft konzentrieren. Dagegen werden die Geschäftsbereiche offene Fonds, geschlossene Fonds und Spezialfonds dem Vernehmen nach geringere Bedeutung bekommen. Auch ein Verkauf dieser Segmente wird nicht ausgeschlossen. Die Neuausrichtung gilt als entscheidender Grund für das Ausscheiden Spechtenhausers, das nach offizieller Darstellung „im gegenseitigen Einvernehmen“ erfolgt, obgleich sein Vertrag noch drei Jahre gelaufen wäre. Spechtenhauser hatte sich in seiner siebenjährigen Tätigkeit als Vorstandssprecher der CommerzLeasing und Immobilien und später der Commerz Real für einen Ausbau des Geschäfts mit Anlageprodukten stark gemacht. Von diesen ist in der Pressemitteilung der Commerz Real zum Revirement im Vorstand gar keine Rede mehr. Schon im Mai hatte die Commerzbank bei der Vorstellung ihrer Roadmap 2012 durchblicken lassen, dass sie wesentliche Teile der Commerz-Real-Kompetenzen nicht mehr zu ihrem Kerngeschäft zählt. (bb)

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