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DTZ-Chef Timo Tschammler wechselt zu Jones Lang LaSalle

Hochkarätige Verstärkung für Jones Lang LaSalle Deutschland (JLL): Timo Tschammler (35), Vorsitzender der Geschäftsführung von DTZ Deutschland, wechselt in das JLL-Führungsteam. Ab 1. Oktober 2012 wird er als Geschäftsführer und Mitglied im Management-Board den Geschäftsbereich Office Investment und Leasing sowie Industrial Investment und Leasing verantworten. Bei DTZ wurde Rainer Hamacher zum Interim Country Head Germany berufen.

Peter Maurer, Sonja Smalian
02. April 2012
Rainer Hamacher.
Bild: DTZ

Die Trennung von Tschammler und DTZ kommt überraschend, denn noch vor Kurzem hatte er nach der Übernahme von DTZ durch die australische UGL zusammen mit DTZ-EMEA-Chef John Forrester und UGL-Vorstand Robert Shibuya verkündet, dass die Zeichen bei DTZ auf Wachstum stehen. An die Wachstumschancen für DTZ glaube er nach wie vor, sagt Tschammler und betont, dass seinem Schritt keinerlei Unstimmigkeiten zugrunde liegen. „Mit der geregelten Übergabe an UGL ist nach sechseinhalb Jahren bei DTZ ein guter Zeitpunkt für einen Wechsel. Die neue Aufgabe reizt mich und es freut mich sehr, an der Seite von Frank Pörschke und seinem Team für ein Unternehmen wie JLL antreten zu dürfen.“

DTZ steht zum Wachstumsziel

Auch bei DTZ, wo man nach IZ-Informationen von Tschammlers vor Kurzem erfolgter Kündigung überrascht wurde, findet man sehr freundliche Worte für ihn. „Wir wünschen Timo alles Gute für seine Zukunft und danken ihm für seine harte Arbeit und sein Engagement für DTZ. Ich habe es sehr genossen, mit Timo zusammenzuarbeiten“, erklärt Forrester. Er betont, dass DTZ zum Ziel steht, die Vermittler-Teams in Deutschland weiter auszubauen und die sich bietenden Möglichkeiten voll auszuschöpfen.

Tschammler ist seit über sechs Jahren für DTZ in verschiedenen Geschäftsführungs- und Boardpositionen in London und Frankfurt am Main tätig. 2009 war er im Alter von 32 Jahren zum DTZ-Deutschland-Chef ernannt worden. Nach fünf Leitern des Deutschlandgeschäfts innerhalb von acht Jahren sollte er Ruhe in die krisengeschüttelte Deutschlandtochter bringen. Dem zuvor in der Londoner Zentrale als Managing Director International Investment tätigen Tschammler kamen dabei seine guten Kontakte zur DTZ-Führung zugute, denn so mancher seiner Vorgänger soll an Unstimmigkeiten mit der Zentrale gescheitert sein.

DTZ-Deutschland: Vom Problemfall zur Vorzeigeeinheit

Unter Tschammler entwickelte sich DTZ-Deutschland vom Problemfall zur Vorzeigeeinheit. Während es dem Gesamtkonzern immer schlechter ging, wurde die Deutschlandtochter wieder profitabel und wurde regelmäßig in den Konzernberichten als Beispiel für eine besonders positive Entwicklung erwähnt. Mitte 2011 hatte Tschammler vom damals neu ernannten Forrester den höchsten Firmentitel „International Director“ erhalten.

Tschammlers Interimsnachfolger Hamacher ist im Juni 2010 in die Geschäftsleitung von DTZ-Deutschland berufen worden und verantwortet dort den Geschäftsbereich Occupational Markets mit den Ressorts Bürovermietung, Tenant Representation und Global Corporate Services. Zuvor leitete er seit 2007 das Frankfurter DTZ-Büro.

Bei JLL kann nach dem Ausscheiden des bisherigen Gesamtverantwortlichen für das Investment und Vermietungsgeschäft, Marcus Lemli, Ende Februar die Lücke adäquat geschlossen werden. JLL-Chef Pörschke hatte interimsweise die künftig von Tschammler zu verantwortenden Bereiche übernommen, JLL-Geschäftsführer Jörg Ritter den Bereich Investment und Vermietung von Einzelhandelsobjekten.

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