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Gehälter fast unangetastet

Die Höhe der Grundgehälter wurde im Krisenjahr 2009 bei den Corporate-Real-Estate-Managern fast nicht angetastet. Das zeigt der aktuelle CoreNet Global Compensation Survey. Für 2010 rechnet jedoch mehr als die Hälfte wieder mit Gehaltssteigerungen.

IZ
14. January 2010

Auf den Gehaltszetteln ist die Krise im Kalender- bzw. Geschäftsjahr 2008/09 insofern angekommen, als sich die Zahlen bei 58% der Befragten gegenüber dem Vorjahr nicht verändert haben: Das Basisgehalt wurde schlicht „eingefroren“. Eine Gehaltskürzung mussten hingegen nur 6% dauerhaft und immerhin 9% zeitweise hinnehmen. Wessen Grundgehalt auch im Krisenjahr gestiegen ist, konnte sich jedoch meist nur über 2,1% bis 4,0% mehr freuen.

An der CoreNet-Studie hatten sich insgesamt 287 Manager von 160 Unternehmen weltweit beteiligt. CoreNet Global ist eine internationale Vereinigung von Corporate-Real-Estate-Managern der verschiedenen Branchen und zählt 7.000 persönliche Mitglieder weltweit, die ein Immobilienvermögen von 1,2 Billionen USD managen.

90% erhielten auch im Krisenjahr ihren Bonus

Die variablen Vergütungsanteile wie Boni wurden bei den Immobilienmanagern stärker angetastet als die Grundgehälter: Zwar qualifizierten sich 90% der Befragten für einen Bonus, aber nur 21% erhielten diesen in derselben Höhe wie im Geschäfts- bzw. Kalenderjahr zuvor. Rund ein Drittel konnte einen höheren Bonus verbuchen und immerhin 44% mussten im Krisenjahr hierEinbußen hinnehmen. Bei einem Drittel der Corporate-Real-Estate-Organisationen wurden Boni und andere Vergünstigungen reduziert, während die Grundgehälter mehrheitlich „nur“ eingefroren wurden.

Der Bonus wurde in rund der Hälfte der Fälle nach dem Unternehmenserfolg Und bei knapp einem Drittel nach der individuellen Leistung bemessen. Überraschenderweise war das Ergebnis der Corporate-Real- Estate-Organisation hingegen nur bei etwa 10% Gradmesser für die Gratifikation. An ihrem eigenen Beitrag zum Unternehmenserfolg musste sich also nur eine kleine Gruppe messen lassen. Bei jeder fünften CRE-Einheit wurden die Gradmesser für die Leistungsbemessung modifiziert. Ob das zu höheren oder niedrigeren Auszahlungen geführt hat, ist jedoch nicht dokumentiert. Mehr als die Hälfte führte in diesem Bereich keine Veränderungen durch.

47% berichten von Personalabbau, 56% von Einstellungsstopps

Auch wenn die Boni bei jedem vierzehnten Befragten um mehr als 40% Gestiegen waren, so wurde dennoch bei den Personalkosten gespart: 47% der Befragten gaben an, dass bei ihnen Personal abgebaut worden ist. Und mehr als die Hälfte berichten von einem Einstellungsstopp. Auch Beförderungen wurden bei einem Viertel der Unternehmen in den letzten zwölf Monaten auf Eis gelegt. Bei jeder fünften Corporate-Real-Estate-Einheit kamen zudem Angebote zum vorzeitigen Altersruhestand und bei jedem zehnten verschiedene Urlaubsprogramme zum Einsatz.

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