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Michael Harter

Michael Harter wuchs in Konstanz am Bodensee auf. Er absolvierte eine Bankausbildung und sammelte erste Immobilienerfahrung. Dann zog es ihn für ein Stadtplanungsstudium an die TU Berlin, anschließend für ein zweijähriges Masterstudium der Wirtschaftsgeografie an die University of Toronto. Mit einem Stipendium der kanadischen Regierung (Government of Canada Awards) recherchierte er in Toronto für seine Diplomarbeit über die Entwicklung der kanadischen Shoppingcenter und der „Big-Box-Retailer“. Dies festigte in ihm den Wunsch, Projektentwickler für Gewerbeimmobilien zu werden. Nach zehn Jahren operativer Immobilienerfahrung bei der Immobilien-Holding der Bankgesellschaft Berlin und bei Bauwert wechselte er in das Immobilienteam der von Arnim Personalberatung. Heute ist der 43-Jährige Gesellschafter der von Arnim Personalberatung und damit Teil des weltweit agierenden Verbunds Horton International. Der Immobilienökonom (ebs) bereist seit 1989 intensiv die osteuropäischen Staaten und spricht fließend estnisch. Einen Großteil seiner Freizeit verbringt er auf einer Ostseeinsel Estlands und renoviert dort einen Bauernhof.

IZ
27. May 2010
Michael Harter beim Zaunbau in Estland.
Bild: Michael Harter

Bitte beschreiben Sie Ihr Haus/Ihre Wohnung.

Unser Sommerhaus ist ein 1935 gebautes, gelb gestrichenes schwedisches Holzhaus mit roten Fensterrahmen, fast wie die Villa Kunterbunt von Pippi Langstrumpf. Auf 8.000 m2 Grundstück befinden sich außerdem mehrere über 100 Jahre alte, funktionale Holzgebäude (z.B. Stall oder Getreidespeicher, alle in offener Balkenbauweise), die wir mit historischen Materialien von verlassenen schwedischen Höfen behutsam restaurieren und einer neuen Wohnnutzung z.B. als Holzfeuersauna oder Gästeräume zuführen. Das Trinkwasser holen wir per Handkurbel aus dem Ziehbrunnen. Das Meer liegt vom Haus ca. 800 m Luftlinie durch den Wald entfernt.

Womit haben Sie als Erwachsener zum ersten Mal Geld verdient?

Im elterlichen Gartenbaubetrieb als Flowerboy, der Blumensträuße ausliefern durfte und von den Beschenkten (meistens glückliche Damen) reichlich Trinkgeld empfing. Im Studium hatte ich dank Direktimport in Deutschland quasi ein Monopol für Wörterbücher aus Estland, Lettland und Litauen.

Was stört Sie in der Immobilienbranche am meisten?

Manchmal ein bisschen zu viel Coolness.

Und was finden Sie besonders gut?

Die Vielseitigkeit der Immobilienthemen, Assetklassen und Akteure. Am spannendsten fand ich immer Retailimmobilien. In unbekannten Städten schaue ich mir im Urlaub stets gerne neue Shoppingcenter oder Handelskonzepte an. Aber auch Nachnutzungen z.B. alter Industrieimmobilien oder Straßenbahndepots finde ich immer sehr spannend.

Was wären Sie heute gerne, wenn nicht Immobilienprofi?

Landgutsbesitzer auf Sardinien mit integriertem Weingut und Familienhotel unter meiner Regie. Als Jugendlicher wollte ich unbedingt in das Hotelsegment. Dies lag u.a. auch daran, dass mein Kunstturntrainer selber Hotelier war und ich regelmäßig mitarbeiten durfte.

Haben Sie eine Lieblingsimmobilie?

Die barocke Klosterkirche Birnau am Rebhangufer über dem Bodensee.

Nennen Sie einen Ihrer Lieblingssongs?

Der Klassiker „Perhaps/Quizas“ von Della Rees (Della Della Cha-Cha-Cha). Für mich eines des schönsten Songs, um Rumba zu tanzen.

Wenn Sie an Ihren letzten Urlaub denken, denken Sie an was?

Erstellung eines traditionellen 100 m langen, wildschweinsicheren Holzzauns (siehe Foto), ohne einen einzigen Nagel zu verwenden. Statt Nägel haben wir Wacholderäste über dem Feuer elastisch gemacht und heiß um Stangen und Latten geknotet. Diese Konstruktion hält 25 Jahre. Nach dem nächsten Urlaub und den letzten 100 m werden die Wildschweine nicht mehr auf unsere Ranch draufkommen.

Welche kürzlich besuchte Veranstaltung hat Ihnen besonders gut gefallen?

Konzert und Show der noch unentdeckten spanischen Musikband „Anhela“ in Berlin.

In welcher Lokalität kann man Sie häufiger antreffen?

Auf dem Restaurantschiff „Patio“ auf der Spree vor dem Innenministerium.

Mit wem würden Sie gerne mal für einen Tag das Leben tauschen?

Da ich Leistungssportler im Kunstturnen war, habe ich früher immer Eberhard Gienger bewundert. Meine Frau wäre jedoch mehr daran interessiert, wenn ich mit Günther Jauch tauschte.

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Aufgewachsen ist Florian Bauer im oberbergischen Waldbröl und Reichshof. Seinen Karrierestart hatte der inzwischen 36-Jährige bei der Sparkasse Gummersbach-Bergneustadt. Mittlerweile lebt der zweifache Familienvater in Köln und auf Mallorca. Von dort aus leitet der ausgebildete Bankkaufmann, Versicherungsfachmann und Immobilienökonom mit der Bauer Immobilien Unternehmensgruppe seine eigene Firma. Außerhalb des Büroalltags und fernab vom Schreibtisch trifft man ihn nicht selten auf der Rennbahn. Er ist sich sicher, wenn er den Weg in die Immobilienbranche nicht gefunden hätte, wäre er Motorsportler geworden.