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Mitarbeiter gesucht!

Die Zeichen stehen weiter auf Personalaufbau in der Immobilienwirtschaft. Jedes zweite Unternehmen will bis Frühjahr 2012 neue Mitarbeiter einstellen. Das zeigt die diesjährige Umfrage zur Joboffensive.

Sonja Smalian
18. August 2011
55% der befragten Immobilienunternehmen wollen neues Personal einstellen.
Bild: MAK/Fotolia.com, Kurhan/Fotolia.com; Montage: IZ

Der Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt setzt sich auch in diesem Jahr fort. „Mitarbeiter gesucht!“ heißt die Losung der Immobilienunternehmen. 56% rechnen mit einem weiteren Personalaufbau in der Branche bis zum Frühjahr 2012. Das sind deutlich mehr als noch in der Vorjahresumfrage. Damals prognostizierten nur 39% der Personalverantwortlichen ein Jobwachstum in der Immobilienwirtschaft.

Auch die Situation in ihren eigenen Unternehmen schätzen die Personaler in diesem Jahr positiver ein: 55% wollen neue Mitarbeiter einstellen (Vorjahr: 49%). Der Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt nach den beiden Krisenjahren 2008 und 2009 setzt sich fort. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen Joboffensive für die Immobilienwirtschaft, einer Initiative der Immobilien Zeitung unter der Schirmherrschaft von Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan. Für die Umfrage zur Entwicklung des Arbeitsmarkts, den Einstiegsgehältern und den Anforderungs- und Qualifikationsprofilen wurden Unternehmen der Immobilienwirtschaft sowie Studenten immobilienwirtschaftlicher und verwandter Studiengänge befragt. Insgesamt gaben 76 Unternehmen in diesem Jahr Auskunft. Allein diese Unternehmen melden einen Personalbedarf von rund 400, davon sind 25% der Stellen für Berufseinsteiger, 63% für Berufserfahrene und 12% für Führungskräfte vorgesehen.

Personalaufbau ja – Gehaltsplus nein

Gute Nachrichten also für den Nachwuchs und Professionals. Doch es gibt auch schlechte: Die Gehälter, die die Unternehmen bieten wollen, sind in diesem Jahr nicht weiter gestiegen, sondern um durchschnittlich 4% gesunken. 33.745 Euro bekommt ein Berufseinsteiger in der Immobilienwirtschaft im Durchschnitt. Das sind 1.420 Euro weniger als 2010, als nach den beiden krisengeschüttelten Jahren die Gehälter erstmals wieder um 5,4% gestiegen waren.

Die höchsten Gehaltseinbußen müssen in diesem Jahr Berufseinsteiger mit immobilienspezifischem Bachelor-Abschluss und Absolventen von Berufsakademien hinnehmen. Am besten kommen Absolventen mit immobilienspezifischem Master oder Diplom bei dem Gehaltsabschwung davon.

Die höchsten Durchschschnittsgehälter bieten die Asset-Manager und Vermögensverwalter (37.421 Euro) dem Nachwuchs, gefolgt von den Immobilienvermittlern (34.226 Euro) und den Immobiliendienstleistern, u.a. Gutachtern und Sachverständigen (34.215 Euro). Insgesamt rufen die Unternehmen je nach Ausbildungsgrad Einstiegsgehälter von rund 25.000 Euro bis knapp 43.000 Euro auf.

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