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Netzwerkevent für den Nachwuchs

Sonja Smalian
25. June 2010

Die Royal Institution of Chartered Surveyors hatte am 12. Juni 2010 zu ihrem 1. RICS-Hochschultag für die Studenten und Trainees des Berufsverbands geladen. Der Tag wurde zusammen mit der HfWU Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen unter der Leitung von Dr. Winfried Schwatlo, HfWU-Professor und Vorstandsmitglied von RICS Deutschland, im Rahmen des IZ-Karriereforums ausgerichtet.

Am Vormittag stand der Informationsaustausch über den weltweit größten Immobilienberufsverband im Vordergrund. „Es ist unser Ziel, die studentischen Mitglieder mehr einzubinden“, sagte Judith Gabler, Geschäftsführerin von RICS Deutschland. In der Wahrnehmung dieser Gruppe ist der Berufsverband, der seit 15 Jahren auch in Deutschland vertreten ist, eher etwas für berufserfahrene Praktiker. Ein Vorurteil, das Gabler durch Aufklärung ausräumen möchte.

Über die Prüfung informieren

Mit etwa 900 studentischen Mitgliedern und 450 Trainees, also Mitgliedern, die sich auf die APC-Prüfung vorbereiten, stellt der Nachwuchs auch zahlenmäßig eine wichtige Gruppe dar. Insgesamt 18 Studiengänge sind in Deutschland von der RICS zurzeit akkreditiert. Deren Absolventen dürfen sich zum Assessment of Professional Competence (APC) melden. Doch auch nach der Umstellung des Prüfungssystems gibt es noch viel Informationsbedarf über die Zugangshürde zur RICS-Vollmitgliedschaft.

Für mehr Transparenz über den Ablauf des Prüfungsprozesses will denn auch Winfried Schwatlo sorgen. Der Mut an der Prüfung teilzunehmen steige. Etwa 130 Kandidaten stellen sich dem Test pro Halbjahr, aber nicht jeder besteht ihn. „Wir wollen vermitteln: Ja, die Prüfung ist machbar“, so Gabler, die in diesem Monat das tausendste Vollmitglied des Verbands begrüßte.

Zu ihren Wünschen und ihrer Zufriedenheit mit dem Verband wurden die studentischen Mitglieder und Trainees vor dem Hochschultag befragt. „Wir nehmen die Studenten ernst und wollen sie und ihre Bedürfnisse besser verstehen“, sagt Gabler.

Wichtige Beweggründe für eine RICS-Mitgliedschaft sind neben dem Titel und den Berufschancen nationale und internationale Kontakte, das klassische Netzwerken also. Dazu bot der Hochschultag viele Möglichkeiten, unter anderem mit Studenten aus Großbritannien und den Niederlanden.

Internationale Netzwerke knüpfen

Denn Studenten von vier RICS-akkreditierten Hochschulen – HfWU, Sheffield Hallam University, London Southbank University und Hanze University Groningen – haben auf Initiative von HfWU-Studenten das European Real Estate University Network (EREU) ins Leben gerufen. „Unser Fokus war das Networking“, betont Mit-Initiator Nicolas Herrmann, „denn auf internationaler Ebene findet das so gut wie nie statt.“ Mit Unterstützung des Freundeskreises des Studiengangs Immobilienwirtschaft an der HfWU und der RICS konnten so je fünf ausgewählte Studenten der ausländischen Hochschulen nach Frankfurt am Main reisen und neben einem Fachbesuchsprogramm auch am RICS-Hochschultag und am IZ-Karriereforum teilnehmen. Die Gäste präsentierten ihre Studiengänge auf dem Hochschultag und gaben Tipps fürs Auslandsstudium. Max Weitzmann von der London Southbank University zeigte sich überrascht, wie viele Ähnlichkeiten die immobilienwirtschaftlichen Studiengänge aufweisen.

Etwa 150 Teilnehmer, darunter auch zahlreiche Nicht-Mitglieder, informierten sich und knüpften neue Kontakte auf dem Hochschultag. Schwatlo freute sich über die Teilnehmerzahlen und das positive Feedback der Studenten. Nicht nur deswegen könnte der Hochschultag auch ein Modell für RICS Europe werden. Bereits drei Ländervertreter anderer RICS-Nationalverbände wollen über eine Adaption des deutschen Modells nachdenken. (sma)

Weitere Informationen zur RICS unter www.joinricsineurope.eu und Kontakt zum EREU-Network unter EREU-Network@web.de

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Aufgewachsen ist Florian Bauer im oberbergischen Waldbröl und Reichshof. Seinen Karrierestart hatte der inzwischen 36-Jährige bei der Sparkasse Gummersbach-Bergneustadt. Mittlerweile lebt der zweifache Familienvater in Köln und auf Mallorca. Von dort aus leitet der ausgebildete Bankkaufmann, Versicherungsfachmann und Immobilienökonom mit der Bauer Immobilien Unternehmensgruppe seine eigene Firma. Außerhalb des Büroalltags und fernab vom Schreibtisch trifft man ihn nicht selten auf der Rennbahn. Er ist sich sicher, wenn er den Weg in die Immobilienbranche nicht gefunden hätte, wäre er Motorsportler geworden.