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Nur 31% der Wohnungsunternehmen haben Weiterbildungskonzept

Nur jedes dritte Wohnungsunternehmen hat ein eigenes Fort- und Weiterbildungskonzept. Dabei steht die Branche aufgrund ihrer Altersstruktur vor großen Veränderungen – und muss Strategien für die Nachfolgeregelung haben.

Sonja Smalian
18. February 2012
Im Schnitt geben Wohnungsunternehmen 384 Euro pro Beschäftigten im Jahr für Qualifizierungsmaßnahmen aus.
Bild: BilderBox.com

69% der Wohnungsunternehmen verfügen über kein Fort- und Weiterbildungskonzept. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen für die Jahresstatistik 2010.

Auch wenn sich die Qualifizierung der Mitarbeiter bei den Unternehmen nicht zwingend an einer übergeordneten Strategie orientiert, so findet sie dennoch statt: Durchschnittlich investieren die Unternehmen 384 Euro pro Jahr in die Fort- und Weiterbildung – ohne Reisekosten – ihrer Mitarbeiter. Am höchsten ist dieser Betrag mit 442 Euro bei größeren Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern. Am wenigsten gibt es mit nur 271 Euro in Unternehmen mit sechs bis zehn Beschäftigten.

25% der Beschäftigten sind 56 Jahre oder älter

Eine konsequente Strategie zur Personalentwicklung wäre für viele Unternehmen sicherlich wichtig, denn ihre Belegschaft ist im Vergleich zum Bundesdurchschnitt überaltert: Jeder vierte Mitarbeiter ist inzwischen 56 Jahre oder älter, im Bundesdurchschnitt stellt diese Altersgruppe jedoch nur 17%.

Innerhalb der Altersgruppe 56+ stellen die Sachbearbeiter mit 46% die größte Gruppe vor den Arbeitern, Handwerkern und Hausmeistern (33%). 14% machen die Vorstände und Geschäftsführer aus. Das bedeutet für die Unternehmen, dass innerhalb der nächsten zehn Jahre viele dieser Mitarbeiter altersbedingt ausscheiden werden.

Gute Gründe sich als Unternehmen durch gezielte Weiterentwicklung des bestehenden Mitarbeiterstamms und eine gezielte Nachfolgeplanung auf diese Entwicklung vorzubereiten. Denn auch in der Summe ist der künftige personelle Aderlass nicht zu unterschätzen: Allein bei den GdW-Unternehmen kommt die Studie auf rund 15.000 Beschäftigte in der Altersgruppe 56+.

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