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Prof. Dr. Bernd Falk

Prof. Dr. Bernd Falk wurde 1941 in Danzig geboren und wuchs in Hamburg auf. An den Universitäten in Hamburg und Regensburg studierte er Betriebswirtschaftslehre und promovierte anschließend. 1972 gründete er in Starnberg das Institut für Gewerbezentren (IfG), das Immobilienresearch und -consulting anbietet. 1978 wurde er zum Professor für Handelsbetriebslehre und 1984 zum ersten Professor für Immobilien-Ökonomie an der Fachhochschule Nürtingen (heute Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen) berufen. 2006 ernannte ihn die Universität München zum Professor für Immobilien-Management. Heute ist er Leiter des IfG und betreut mehrere postgraduale Studiengänge an verschiedenen Universitäten. 2006 wurde Falk vom Urban Land Institute für seine Verdienste um den Dialog zwischen Wirtschaft und Wissenschaft ausgezeichnet. Er ist verwitwet und hat vier Kinder sowie acht Enkelkinder.

IZ
08. December 2011
Bernd Falk vor dem Grande Arche im Pariser Büroviertel La Défense.
Bild: Bernd Falk
Bitte beschreiben Sie Ihr Haus mit ein paar Sätzen.

Gebäude im Stil einer italienischen Villa, stadtperipher am See gelegen, mit Blick auf Wasser, Wald und Berge.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz in der Wohnung?

Auf der Terrasse mit Blick in die Natur.

Haben Sie bei dieser Immobilie oder einer anderen beim Bau schon einmal selbst mit Hand angelegt?

Ja, hier und auch in davor bewohnten Gebäuden. Im Vergleich zu einem „fertigen“ Haus hat dies viel Freude bereitet und die Verbindung zur Immobilie erhöht.

Was muss das perfekte Haus unbedingt haben?

Einen Garten und Einrichtungen, wie z.B. Kamin, Sauna und Weinkeller, die zum Wohlbefinden beitragen.

Womit haben Sie als Erwachsener zum ersten Mal Geld verdient?

Als Bierauslieferer in Hamburg St. Pauli.

Wie haben Sie den Weg in die Immobilienbranche gefunden?

Über einen Forschungsauftrag an der Universität Regensburg, das Konsumentenverhalten im Shoppingcenter zu analysieren und zu bewerten.

Was stört Sie in der Immobilienbranche am meisten?

Inflexibilität der Projekte, Kurzlebigkeit der Konzepte, eingeschränkte Funktionalität (form follows function).

Und was finden Sie besonders gut?

Die praktizierte Interdisziplinarität, insbesondere bei Stadtentwicklungsprojekten und gewerblich genutzten Immobilien. Und die zunehmende Professionalität der Akteure, aufgrund deutlich verbesserter Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten.

Was wären Sie heute gerne, wenn nicht Immobilienprofi?

Architekt, wie alle in der Familie.

Haben Sie eine Lieblingsimmobilie?

Fünf Höfe im Zentrum von München, als ein gelungenes Beispiel eines stadtintegrierten, multifunktionalen und urbanen Quartiers.

Und welches Gebäude würden Sie gerne abreißen?

Bundeskanzleramt.

Welche kürzlich besuchte Veranstaltung hat Ihnen besonders gut gefallen?

Sting im Juli 2011 in München. Absolut professionell, in jeder Hinsicht: melodisch, experimentell, persönliche Ausstrahlung.

Mit welcher noch lebenden Persönlichkeit würden Sie gerne einmal einen Abend verbringen?

Joachim Gauck. Als Persönlichkeit und Zeitzeuge unserer jüngsten Geschichte.

Mit wem würden Sie gerne mal für einen Tag das Leben tauschen?

Mit einem Kranführer auf einer Großbaustelle – z.B. Hofstatt in München -, um die Entwicklung der Immobilie aus der Vogelperspektive beobachten zu können.

Gibt es etwas im Ausland, was Sie in Deutschland vermissen?

Mehr Gelassenheit und Laisserfaire.

Sie haben 100.000 Euro zur freien Verfügung und müssen das Geld komplett ausgeben – welchen Traum erfüllen Sie sich?

Mehr SOS-Kinderdorfpatenschaften, Nachwuchs-Sponsoring und Urlaub.

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