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Reiner Nittka

Reiner Nittka wuchs in Friedrichshafen am Bodensee auf. Nach einem Studium der Politologie trat er seine erste Stelle beim Berliner Senat an und war während des Mauerfalls Persönlicher Referent des Regierenden Bürgermeisters. Nach Stationen bei der Treuhandanstalt, der Treuhandliegenschaftsgesellschaft, der Landesentwicklungsgesellschaft und der Bavaria GBI ist der 44-Jährige heute Vorstand der GBI AG. SeineFreizeit verbringt der Vater von zwei Söhnen gern auf dem Tennis- oder Fußballplatz und ist Mitglied im 1. FC Union Berlin. Nittka ist verheiratet und lebt in Berlin.

IZ
17. April 2008

Bitte beschreiben Sie Ihre Wohnung mit ein paar Sätzen.

Gründerzeit-Villa, Baujahr 1871, in einer der schönsten noch erhaltenen Gründerzeitstrukturen in Berlin. Sehr hohe Räume (4,8 m), viel Stuck, Parkett und Kassettenböden. Blick auf eine Platanenallee mit Kopfsteinpflaster – schöner Wohnsalon für gesellschaftliche Anlässe.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz in der Wohnung?

Sommer: Terrasse mit Terrazzoboden in S-W-Ausrichtung; Winter: Leseecke/-couch im Wohnzimmer mit großen Fenstern.

Haben Sie bei dieser Immobilie oder einer anderen beim Bau schon einmal selbst mit Hand angelegt?

Dafür gibt es doch Fachleute – ich bin für Arbeitsteilung!

Wie und wo möchten Sie im Alter gerne wohnen?

Nicht alleine – in einer Senioren-WG mit Blick aufs Meer.

Womit haben Sie als Erwachsener zum ersten Mal Geld verdient?

Auf Nachtschicht in einem großen Maschinenbaubetrieb – und nicht schlecht.

Wie haben Sie den Weg in die Immobilienbranche gefunden?

Durch die Wiedervereinigung (Treuhandanstalt); also geplant …

Was braucht man, um es in Ihrem Job zu etwas zu bringen?

Menschenkenntnis, Geduld („in der Ruhe liegt die Kraft“) und Hartnäckigkeit.

Wie feiern Sie Ihre Erfolge?

Diese Frage lässt mich innehalten – zu selten; dann ein Essen …

Was stört Sie in der Immobilienbranche am meisten?

Mangelnde Bereitschaft/Offenheit für Partnerschaften, geringe Kritikfähigkeit – tja, und das Image.

Und was finden Sie besonders gut?

Offen für sehr unterschiedliche Biografien, durchlässige Strukturen -kreativ, modern.

Was wären Sie heute gerne, wenn nicht Immobilienprofi?

Um ein Haar wäre ich in der Politik gelandet.

Haben Sie eine Lieblingsimmobilie?

Das Seehotel in Nakenstorf am Neuklostersee.

Und welches Gebäude in Deutschland würden Sie gerne abreißen?

Die Plattenbauten auf dem ehemaligen Schlossplatz in Potsdam -Wiederaufbau des Schlosses.

Was bringt Sie privat auf die Palme? Und was beruflich?

Privat bin ich die Ruhe selbst – im Beruf Unzuverlässigkeit, Nachlässigkeit, Halbwissen.

Nennen Sie einen ihrer Lieblingssongs.

Die 9. Sinfonie von Mahler, Jan Delay – Mercedes Dance.

Mit welcher noch lebenden Persönlichkeit würden Sie gerne einmal einen Abend verbringen?

Mit Prof. Peter Sloterdijk einmal in Ruhe über die Moral in der Politik und der Wirtschaft diskutieren. Im Studium hatte ich mich durch sein erstes Buch gequält (Kritik der zynischen Vernunft).

Mit wem würden Sie gerne mal für einen Tag das Leben tauschen?

Mit einer Grundschullehrerin oder einem Arzt/Pfleger, um andere Arbeitswelten kennenzulernen und die eigene wieder mehr zu schätzen.

Gibt es etwas im Ausland, was Sie in Deutschland vermissen?

(Kinder-) Freundlichkeit, Chancen für Quereinsteiger, Offenheit in der Gesellschaft/Internationalität.

Sie haben 100.000 Euro zur freien Verfügung und müssen das Geld komplettausgeben – welchen Traum erfüllen Sie sich?

Eine Weltreise mit meiner Familie.

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Aufgewachsen ist Florian Bauer im oberbergischen Waldbröl und Reichshof. Seinen Karrierestart hatte der inzwischen 36-Jährige bei der Sparkasse Gummersbach-Bergneustadt. Mittlerweile lebt der zweifache Familienvater in Köln und auf Mallorca. Von dort aus leitet der ausgebildete Bankkaufmann, Versicherungsfachmann und Immobilienökonom mit der Bauer Immobilien Unternehmensgruppe seine eigene Firma. Außerhalb des Büroalltags und fernab vom Schreibtisch trifft man ihn nicht selten auf der Rennbahn. Er ist sich sicher, wenn er den Weg in die Immobilienbranche nicht gefunden hätte, wäre er Motorsportler geworden.