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René Benko zu zwölf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt

Der österreichische Investor und Entwickler René Benko, Chef der Signa Holding, ist am heutigen Freitag vom Wiener Straflandesgericht zu einer Bewährungsstrafe von zwölf Monaten verurteilt worden. Er soll dem kroatischen Ex-Premier Ivo Sanader Geld geboten haben, damit dieser auf ein Steuerverfahren gegen Signa in Italien Einfluss nimmt.

Christoph von Schwanenflug
02. November 2012
René Benko auf der Expo Real 2012.
Bild: IZ

Der Wiener Zeitung Kurier zufolge verhält sich die Sache wie folgt: Bei Ermittlungen gegen den ehemaligen kroatischen Premierminister Ivo Sanader stießen die Behörden auf ein Dokument, das René Benko belastet. In diesem Schriftstück soll der Chef der Signa Holding Sanader 150.000 Euro versprochen haben, wenn dieser auf ein Steuerverfahren gegen Signa in Italien Einfluss nimmt. Benko bestreitet diese Vereinbarung.

Benko legt sofort Berufung ein

Dennoch wurden er und sein Steuerberater Michael Passer vom Straflandesgericht in Wien wegen „versuchter verbotener Intervention“ zu einer Bewährungsstrafe von zwölf Monaten auf Bewährung verurteilt. Die Bewährung läuft drei Jahre. Wie eine Gerichtssprecherin gegenüber der IZ erklärte, haben Benko und Passer Berufung gegen das Urteil angemeldet. Der Fall wandert damit in die nächsthöhere Instanz, zum Wiener Oberlandesgericht. Für Benko ist es nicht das erstemal, dass er Bekanntschaft mit der österreichischen Justiz macht. Anfang dieses Jahres wurden Ermittlungen gegen ihn wegen Geldwäsche eingestellt, weil sich der Verdacht nicht erhärtet hatte.

Die Signa-Holding ist auf Immobilienentwicklung und Investitionen spezialisiert. In Wien entwickelt das Unternehmen gerade ein neues Luxusquartier (Tuchlauben). Benko bzw. seine Anleger sind auch in hochkarätige deutsche Handelsimmobilien investiert, z.B. das Einkaufszentrum Sevens in Düsseldorf oder den Oberpollinger in München.

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