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Spezialisten für die oberen Zehntausend

Sonja Smalian
18. April 2013
Bild: IZ

Eine Ia-Adresse, großzügige Grundrisse, edle Materialien, ein individuelles Designkonzept und vielleicht ein Blick auf die Skyline oder den See – die Welt der Luxusimmobilien lässt sich nicht mit 5ZKBB beschreiben. Die Projektentwickler verkaufen neben allem Komfort auch Sehnsüchte – an eine Klientel, die schon alles gesehen hat. Wer in diesem Segment arbeiten möchte, sollte schon Außergewöhnliches geleistet haben.

Eine Ia-Adresse, großzügige Grundrisse, edle Materialien, ein individuelles Designkonzept und vielleicht ein Blick auf die Skyline oder den See – die Welt der Luxusimmobilien lässt sich nicht mit 5ZKBB beschreiben. Die Projektentwickler verkaufen neben allem Komfort auch Sehnsüchte – an eine Klientel, die schon alles gesehen hat. Wer in diesem Segment arbeiten möchte, sollte schon Außergewöhnliches geleistet haben.

Im westlichen Teil von London, dem Royal Borough of Kensington and Chelsea, liegt das neueste Projekt von Morpheus London: The Chelsea Townhouses. Die drei Häuser tragen die Namen britischer Persönlichkeiten wie des Herrenschneiders Per Anderson, des Lotusgründers Colin Chapman und des Dandys Beau Brummel. Das 404 m2 große Beau House ist mit venezianischen Fußböden, lederbezogener Wandvertäfelung und handbemalten Tapeten ausgestattet. Komplett eingerichtet und möbliert bis zur Blumenvase auf dem Tisch wartet es einzugsbereit auf einen Käufer aus dem Club der oberen Zehntausend. Die Zielgruppe, oft aus Russland oder dem Nahen Osten, würde sich in einen Lifestyle einkaufen, sagte Giles Green, Director von Morpheus London, auf der internationalen Immobilienmesse Mipim. Er arbeite in einer „Industrie der Sehnsüchte“. Der Quereinsteiger war vorher Manager bei einem Musiklabel und verantwortet seit 2005 Branding und Marketing bei Morpheus.

Um das Luxus-Produkt aus Marketing, Design und Immobilie an reiche internationale Kunden zu verkaufen, braucht es Spezialisten. Das Team umfasst nur 35 Mitarbeiter, davon sind zehn bei der eigenen Bau-Tochter icon beschäftigt. Seit Unternehmensgründung Anfang der 1990er Jahre wurden 50 Luxus-Wohnprojekte fertiggestellt.

Um auf Personalvakanzen vorbereitet zu sein, führt Green jede Woche Vorstellungs- und Kennenlerngespräche. Denn er weiß, dass die „Besten“ in Lohn und Brot stehen. Doch wenn bei ihm eine Position offen ist, will er nicht reagieren müssen, sondern aktiv geeignete Kandidaten ansprechen können, die auch ins Firmenklima passen.

Technisches Verständnis plus ökonomisches Fachwissen gefragt

Auch die Peach Property Group stellt hohe Anforderungen an ihre Mitarbeiter. Neben technischem Verständnis, z.B. durch ein Architekturstudium, werde auch kaufmännisches Wissen, beispielsweise nachgewiesen durch einen Aufbaustudiengang, vorausgesetzt, sagt Thomas Wolfensberger, CEO der Peach Property Group. Das Unternehmen erhalte viele Initiativbewerbungen, sagt Wolfensberger.

Wer bei dem Spezialisten einsteigen möchte, hat meist schon etwas „Herausragendes“ geleistet. Einige Mitarbeiter waren zuvor bei Generalunternehmern und großen Konzernen tätig gewesen. Sie wüssten zu schätzen, dass sie in einem kleineren Umfeld direkt Verantwortung übernehmen könnten. 34 Mitarbeiter groß ist das Team aktuell. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 20 Wohneinheiten in Hamburg, Berlin und Kappl (Tirol) an ihre neuen Besitzer übergeben – für einen Durchschnittspreis von rund 900.000 Euro. Fünf neue Mitarbeiter wurden eingestellt, darunter ein Trainee. In dieser Position steht die Tür auch für Hochschulabsolventen offen, die u.a. im Investment/Finance oder in der Projektentwicklung eingesetzt werden.

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Aufgewachsen ist Florian Bauer im oberbergischen Waldbröl und Reichshof. Seinen Karrierestart hatte der inzwischen 36-Jährige bei der Sparkasse Gummersbach-Bergneustadt. Mittlerweile lebt der zweifache Familienvater in Köln und auf Mallorca. Von dort aus leitet der ausgebildete Bankkaufmann, Versicherungsfachmann und Immobilienökonom mit der Bauer Immobilien Unternehmensgruppe seine eigene Firma. Außerhalb des Büroalltags und fernab vom Schreibtisch trifft man ihn nicht selten auf der Rennbahn. Er ist sich sicher, wenn er den Weg in die Immobilienbranche nicht gefunden hätte, wäre er Motorsportler geworden.